Kochen und verpacken leicht gemacht mit Caso

*Anzeige, kostenfreies Testprodukt*

Heute möchte ich euch ein SousVide Kombi Set vorstellen. Es beinhaltet einen Vakuumierer und einen SousVide Stab von Caso. Was ein Vakuumierer ist könnt ihr euch sicher vorstellen. Dabei geht es um das luftdichte Verpacken und Schweißen von Lebensmitteln. Diese nehmen weniger Platz weg und bleiben länger frisch. Den Vakuumierer benötigt man aber auch um Lebensmittel mit einem SousVide Gerät oder Stab zu garen. Was das ist? Es handelt sich einfach nur um ein Gerät bzw. in meinem Fall um einen Stab, der Lebensmittel bei konstant gleichbleibender Temperatur im Wasser kocht. Somit kann z. B. Fleisch schonend langsam, zart und saftig gegart werden. Nun möchte ich euch die Produkte ganz genau einzeln vorstellen und euch ihre positiven aber auch negativen Aspekte erläutern.

Caso VC300 Vakuumierer 

Der Vakuumierer ist leicht zu bedienen und wirkt eigentlich wie ein Laminiergerät. Allerdings nur auf den ersten Blick, denn es stinkt nicht so wie ein Laminiergerät. Er hat eine Folienbox, die hinten angehängt werden kann und einen Schlauch um Gefäße zu vakuumieren. Zusätzlich hat der VC 300 ein integriertes Messer um die verpackten Lebensmittel wieder zu öffnen. Zum Set gehören ebenso zwei Folienrollen. Diese können online bei Caso, Amazon usw. nachgekauft werden. Der Preis richtet sich natürlich nach dem Hersteller, aber 2 Rollen Caso Vakuumierfolie 30×600 cm kosten ca. 15,00 €. Natürlich müssen es geeignete Beutel oder Folien sein, denn ein normaler Frühstücksbeutel wird euch einfach schmelzen. Der Vakuumierer kann mit Vakuumbeutel oder aber auch Folien verwendet werden. Ich finde Folien im Allgemeinen besser, weil ich diese genau auf die Größe der Lebensmittel schneiden kann. Beim Beutel ist das eher schwierig, da sie ja eine vorgegebene Größe haben. Kommen wir zur Anwendung. Ich habe hier einen regelrechten Vakuum Hype durchlebt. Angefangen habe ich mit gebratenem Schnitzel. Die Scheiben waren noch vom Mittag über und auch wir schmeißen natürlich ungern gute Lebensmittel weg.

Nun habe ich einfach eine Folie genommen und sie zugeschnitten. Nun wird sie an einer Seite verschweißt und das funktioniert ganz einfach. Folie rein und die „Schweiß“ Taste drücken. Nun kurz warten und aus der Folie wurde ein Beutel (da nur noch eine Öffnung). Der VC 300 schweißt eine doppelte 30 cm breite Naht. Das heißt hier dürfen nur Beutel und Folien mit einer maximalen Breite von 30 cm hinein. Nun kommen die Schnitzel rein und die Folie wird wieder auf den Vakuumierer gelegt.

Dieses Mal muss die Folie nicht nur auf den Vakuumierer gelegt werden, sondern auch in die Vakuumier-Kammer gelegt werden. Nun betätigen wir die Taste „Vakuum und Schweißen“. Das Gerät zieht nun all die Luft von ganz allein aus der Folie und verschweißt diese anschließend. Schon sind wir fertig. Ich empfinde ihn ungefähr so laut wie eine Kapselmaschine vom Brummen, aber das ist absolut in Ordnung.

Bei feuchten Lebensmitteln sollte die rechte Taste auf „feucht“ gestellt werden. Hier habe ich zum Testen einfach mal Spinat genutzt. Dieser ist feucht und kann beim Vakuumieren herausgesogen werden. Hier wird aber nur kurz vakuumiert und anschließend sofort verschweißt.

Wer selbst entscheiden will, wie stark er vakuumiert, kann einfach die „Vakuumierstärke“-Taste gedrückt halten bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Nun muss aber auch die „Schweißen“ Taste betätigt werden, damit alles dicht ist. Wer anfangs noch Probleme hat oder der ganzen Sache nicht traut, kann jederzeit die „Stopp“-Taste verwenden und alle Vorgänge werden abgebrochen.

Was ich an dem Gerät toll finde ist auch einfach die ganze Sicherheit. Das Messer muss entriegelt werden und bleibt so nicht die ganze Zeit im Gerät zugänglich. Auch beim Schweißen und Vakuumieren muss an den Seiten entriegelt werden, um das Gerät zu öffnen. Somit ist gewährleistet, dass besonders neugierige Kinder nicht während des Schweißvorganges ihre Finger dazwischen stecken. Die Vakuummier-Kammer ist herausnehmbar und sollte doch etwas daneben laufen, wie mein Spinat, dann kann sie einfach gereinigt werden.

Nun war ich so in Fahrt, dass ich gleich ein ganzes Gericht vakuumiert habe: Kartoffeln, Spinat und Fischstäbchen.

Nun schaut euch mal an wie wenig Platz sie vakuumiert benötigen. Ein Kochtopf nimmt deutlich mehr Platz ein.

Hier ist der Vorteil also wirklich ganz klar. Die Bedienung ist einfach, die Lebensmittel bleiben richtig frisch. Kartoffeln werden nicht hart und auch Fischstäbchen trocknen nicht ein. Es braucht kaum Platz um die Lebensmittel aufzubewahren. Das ganze Gericht ist vakuumiert noch immer nicht so groß wie ein Topf. Das ist wirklich toll. Vor allem macht es einfach Spaß. Einfach Beutel rein, Knopf drücken und fertig.

Natürlich gibt es aber negative Aspekte, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Es entsteht natürlich mehr Plastikmüll. So sollte ein Vakuumierer doch mit Bedacht eingesetzt werden. Bei uns bleiben z. B. oft viele Lebensmittel übrig. Wir sind eine 11 Mann Großfamilie die sehr oft zusammen isst und da kann keiner auf die Person genau kochen. Ich habe schon oft Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann doch weggeworfen, weil sie keiner mehr gegessen hat. Nun kann ich sie vakuumieren und einfach einfrieren. Natürlich gibt es Gefrierbeutel aber ich kann sie nicht leiden. Ich finde das Fleisch wird trotzdem komisch, da sie nie zu 100% verschlossen sind. Hier kann man sich sicher sein, es ist dicht und bleibt frisch.

Nun kommen wir zum SousVide Stab SV 200. Hier benötigt man auf alle Fälle einen Vakuumierer, um die Lebensmittel garen zu können.

Der Stab ist eigentlich ganz simple in der Bedienung. Einfach die Halterung auf den Stab und dann am Kochtopf befestigen. Der Kochtopf sollte natürlich hoch genug sein und die Mindestanzeige des Stabs zu erreichen. Nun wird Wasser in den Topf gegeben. Dieses muss die Mindestanzeige erreichen aber darf nicht über die Maximalanzeige gehen. Er ist für alle hitzebeständigen Gefäße mit mindestens ca. 23 cm Höhe geeignet. Hier hat der Stab eine Sicherung und schaltet sich automatisch ab, sobald eine der beiden Anzeigen über- bzw. unterschritten wird. Nun haben wir eine riesige Auswahl. Wir können alles Garen. Egal ob Spargel, Brokkoli, Blumenkohl, Fleisch und sogar Eier.

Zum Stab gibt es eine Gartabelle, die besonders für uns Anfänger sehr praktisch ist und die mir sehr geholfen hat.



Ich habe mir Schweinsfiletköpfchen und Kalbsfilet gekauft, um es mit dem Stab auszuprobieren. Natürlich werden die Lebensmittel erst einmal mit Kräutern oder Marinade vakuumiert. Hier habe ich Thymian und Minze auf das Fleisch gelegt und nun ist der SousVide Stab dran.

Dieser wir zuerst auf die passende Temperatur gestellt. Hier hat mir die Tabelle 60-65 Grad Celsius vorgeschlagen und die Zeit von ca. 5 Stunden. Eingestellt wird das einfach über die Anzeige am Stab. Hier gibt es nur vier Knöpfe: Plus, Minus, speichern und Start. Sobald die Temperatur erreicht ist, werden die vakuumierten Filets in den Topf getan. Beim Garen entstehen keine Gerüche und es brummt und blubbert nur leise vor sich hin.

Nach 3 1/2 Stunden hatte ich das Gefühl, dass die Filets durch waren und habe sie heraus genommen. Mit der Tabelle muss man sich erst einmal einarbeiten, denn es kommt ja auch darauf an wie durch man es haben möchte. Hier zählt einfach die Übung und die Erfahrung, die mit der Zeit kommt. Es gab noch den Tipp Fleisch für das Röstaroma noch einmal kurz nach dem Garen anzubraten. Das habe ich getan und sie dann noch mit Salz und Pfeffer gewürzt. Nun kam die Stunde der Wahrheit. Sind sie durch oder nicht? Ich lasse einfach mal Bilder sprechen.

Die Filets waren richtig zart und saftig. Sie wirkten weder verkocht noch trocken. Sie waren genau richtig und es fiel beim Schneiden regelrecht auseinander. Unglaublich zart. Das war Geschmack pur. Was für Gaumenfreuden.

Nun war ich aber so in Fahrt, dass ich unbedingt auch noch weich gekochte Eier und Rührei probieren wollte. Die Eier konnte ich natürlich so in den Kochtopf machen aber das Rührei musste vakuumiert werden. Das hieß also die Eier in einer Tasse verrühren und ab in den Beutel und dann in den Kochtopf. Hier stimmte die Tabelle ganz genau überein.



Die weich gekochten Eier waren nach 15 Minuten und 75 Grad perfekt. Das Rührei brauchte nur 5 Minuten mehr. Ich habe mir die gekochten Eier auf ein Butterbrot gelegt und fand sie wirklich lecker.

Das Rührei war aber der absolute Knaller. Es schmeckte wirklich nur nach Eigelb, obwohl alles vom Ei drin war. Richtig lecker und es war natürlich nicht hart bzw. knusprig gebraten. Es war weich (Okay, es sah sehr schleimig aus) und super lecker. Ohne Öl, ohne Fett nicht einmal Gewürze haben wir dazu getan. Es schmeckte so unglaublich lecker. Ich muss sagen, so habe ich Rührei noch nie gegessen.

Ein ganz klarer Vorteil ist hier natürlich, dass man sauber kochen kann. Man hat nur einen Kochtopf mit Wasser der dann ausgespült, aber nicht geputzt werden muss. Kein Anbrennen mehr, das hat doch was. Der Stab selbst wird natürlich abgespült und getrocknet, wie eben auch ein Topf.

Klar, der Nachteil ist die lange Garzeit und das ist definitiv nichts für jeden. Aber wer einen feinen Gaumen hat oder gerne einfach nebenbei kocht, der wird mit dem SousVide Stab SV200 auf alle Fälle glücklich. Hier geht es nicht um schnell Kochen und Essen, sondern um unglaublich leckere Gerichte. Es schmeckt so viel besser und ist eine viel sanftere Methode. Ich bin absolut begeistert. Bei uns gibt es nun 2x die Woche ein SousVide Gericht. Nächstes Mal ist gegartes Mischgemüse mit gegarten Truthahnstreifen geplant. Ich bin jetzt schon gespannt wie das schmeckt. Genaue Produktdetails zum Set findet ihr auf der Webseite von Caso. 

Der Preis für das Set beträgt 279,99€  UVP. Natürlich ist es eine Kostenfrage aber man sollte bedenken, dass Caso für hohe Qualitätsansprüche steht. Beide Geräte sind natürlich auch einzeln erhältlich. Den Vakuumierer VC 300 erhaltet ihr für 189 € im Caso Shop. Der SousVide Stab SV 200 ist für 119,95 € im Shop erhältlich.

 

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