Nuki – das smarte Türschloss im Test

*Anzeige, kostenfreies Testprodukt*

Das Thema Smarthome wird immer beliebter und das Angebot hierzu auch immer größer. Auch mein kleiner Techie-Fimmel kam nicht daran vorbei und ich besitze eine smarte Waschmaschine, smarte Glühbirnen, LED-Beleuchtungen und vieles mehr. Besonders mit Alexa macht es sehr viel Spaß, etwas Luxus daheim zu haben. Neu eingezogen und für mich auch ein neues Thema ist ein smartes Türschloss. Nuki Smart Lock nennt sich das gute Stück und ich durfte mich genau damit befassen.

Nuki, was?

Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Türschloss, dass binnen weniger als 3 Minuten an deinem Schloss angebracht wird. Mit diesem Schloss haben wir die Möglichkeit, die Tür per Smartphone, Tablet, Sprachassistenten wie Alexa und per Smartwatch zu verriegeln oder zu öffnen. Dazu gibt es auch noch die Nuki Bridge. Sie ermöglicht den Fernzugriff auf das Schloss.

Um herauszufinden, ob ich das Nuki Smart Lock verwenden kann, habe ich auf der Seite von Nuki einen Installations-Check gemacht. Siehe da, wir sind kompatibel und der Test konnte beginnen.

Wichtig vor der Montage!

Es ist sehr wichtig, darauf zu achten, dass ihr einen Zylinder mit Gefahrenfunktion besitzt. Es ist nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert. Somit stellt ihr einfach sicher, das Schloss auch noch per Hand öffnen zu können. Wer sich nicht sicher ist, ob er diese hat, testet es einfach selbst. Stecke einen Schlüssel von innen ein und probiere von der anderen Seite mit dem Zweitschlüssel zu schließen. Funktioniert das, bist du perfekt ausgestattet. Klappt das nicht, kannst du einfach einen Zylinder mit Gefahrenfunktion, auch BSZ (beidseitig schließbarer Zylinder) genannt, nachrüsten. Zylinder mit Gefahrenfunktion gibt es ab ca. 40 €.

Montage

Mit dem Smart Lock erhaltet ihr zwei Metallplatten zur Auswahl, von denen eine an das bestehende Schloss angebracht wird. Welche die korrekte Platte ist, messt ihr einfach am Abstand eures Zylinders zur Tür ab. Wir haben hier 1,3 cm. Das heißt, die korrekte Platte ist in unserem Fall Platte A. Platte B wird bei einem Abstand von 0 mm bis 0,3 mm verwendet. Der Unterschied besteht darin, dass die Montageplatte B geklebt wird und die Montageplatte A mit ganz kleinen Schrauben befestigt wird. Es muss hier weder gebohrt werden, noch müssen die Schrauben in eurem Türschloss hineingeschraubt werden. Diese halten die Montageplatte einfach fest am Zylinder, wie auf dem Foto zu sehen.

Das war es auch schon mit der großen Arbeit. Nun wird einfach euer Schlüssel in den Zylinder gesteckt und das Smart Lock wird auf die Montageplatte gesteckt. Jetzt hat das Smart Lock euren Schlüssel im dafür vorgesehenen Spalt und bewegt diesen damit. Mit dem kleinen Motor wird der Schlüssel immer in die jeweilige Richtung zum Auf- oder Zuschließen gedreht.

Nuki benötigt natürlich Energie und diese erhält es mit Hilfe von vier AA-Batterien.

Verbindung

Jetzt sucht ihr einfach die entsprechende App für IOS oder Android. Wir nutzen Android, weshalb ich euch hier die Nutzung mit Android zeige und beschreibe. Diese App ist so super erklärt und führt euch wirklich verständlich Schritt-für-Schritt durch die Installation.

Mit der App wird der Standort eures Schlosses markiert, solltet ihr die Auto-Unlock-Funktion (nutzen wollen. Diese öffnet die Tür automatisch, wenn ihr nach Hause kommt und euch der Tür nähert. Mit der Smart-Lock-Funktion könnt ihr einstellen, dass das Schloss wieder automatisch geschlossen wird.

Über die App kann ich ebenfalls einstellen, dass ich Nuki auch durch Drücken am Knopf des Gerätes steuern möchte. Diese Idee finde ich auf eine Art super, weil ich so nicht darauf achten muss, das Smartphone in der Hand zu haben, wenn der Postbote klingelt. Mit kleinen Kids ist diese Funktion aber eher unpraktisch und ich habe diese Funktion nur noch eingeschaltet, wenn meine Kleine nicht zu Hause ist. Unsere Tür ist immer abgeschlossen, weshalb sie so nicht die Möglichkeit hat, diese einfach zu öffnen.

Weiterhin habe ich hier die Möglichkeit, mit der App Benutzer hinzuzufügen, wie in unserem Fall meinen Mann, oder einen Einladungscode an Besucher zu versenden. Dieser Code kann z. B. per WhatsApp versendet werden und ist 48 Stunden gültig. Diese Funktion nutze ich immer für meine Cousine, die uns alle paar Wochen, aber nicht regelmäßig besucht.

Ich habe euch als Slide Show mal ein paar Screenshots der Einrichtung per App eingefügt.

Nuki Bridge

Die Nuki Bridge ist ein kleines Gerät – ähnelt etwas einem Steckdosenadapter welches per Bluetooth mit dem Türschloss und mit eurem WLAN für den Fernzugriff verbunden wird. Diese wird ganz einfach in der Nähe des Smart Locks in eine Steckdose gesteckt. Nun wird das Schloss mit der Bridge durch längeres Drücken am Knopf vom Nuki Schloss verbunden und die App hilft euch hier wieder durch die leichte Einrichtung. Jetzt habe ich die Möglichkeit, das Schloss von unterwegs per Internet zu steuern. Damit habt ihr die Möglichkeit einen Handwerker in die Wohnung zu lassen, müsst aber nicht mehr anwesend sein. Das macht man hier mitten in Berlin eher selten, aber bei Kindern, die sich z. B. ausgesperrt haben oder ihren Schlüssel vergessen haben, könnt ihr diese Funktion ebenfalls nutzen, ohne extra nach Hause zu müssen.

Mit Hilfe der Bridge kann ich die Tür automatisch abschließen lassen, wenn ich mich außerhalb des Radius befinde. Ich kann externe IFTTT Dienste, wie Philips Hue, einbinden und meinen Luxus mit einem Sprachassistenten, wie Google Home oder in meinem Fall Alexa, erweitern.

Mein Kind soll kein Smartphone nutzen!

Bildquelle Nuki.io

Dafür hat Nuki eine absolut geniale Lösung. Nuki bietet den Nuki Fob an. Das kleine Teil ist ähnlich wie ein Transponder und öffnet die Tür per Knopdruck. So braucht das Kind kein Smartphone und keinen Schlüssel, den es verlieren könnte. Verliert es den FOB, könnt ihr ganz einfach die Berechtigung für diesen löschen und keiner kann bei euch zu Hause unerwartet auftauchen. Der kleine Fob nutzt ebenfalls Bluetooth, um die Tür aufzusperren oder zu schließen. Wir werden uns diesen auf alle Fälle anschaffen, wenn unsere Maus größer ist. Einer 3-Jährigen vertraut man diesen nicht gern an. Der Fob kostet ca. 40 € und ist damit auf alle Fälle günstiger, als ein Austausch des Zylinders bei Schlüsselverlust. Leider ist dieser momentan nicht lieferbar, aber ich habe auf der Webseite gesehen, dass es einen neuen/ verbesserten Fob geben soll. Ich halte euch hierzu auf dem Laufenden.

Nuki und Alexa

Um Nuki mit Alexa zu steuern, muss ich natürlich einen Skill benutzen. In diesem Fall ist es einfach der Nuki Web Skill. Hierbei handelt es sich um eine Onlineplattform, die es möglich macht, das Schloss zu verwalten, Einstellungen vorzunehmen und das Protokoll einzusehen. Nun kann das Schloss auch unabhängig von einer Bluetooth-Verbindung verriegelt oder geöffnet werden.

Mit Alexa und Nuki ist folgendesmöglich:

Auf- und Zusperren
Lock ’n’ Go aktivieren
Statusabfrage des Schließzustandes
letzte(n) 5 Einträge im Protokoll abfragen

Für die sicherheitsrelevanten Funktionen, wie das Aufsperren, Öffnen und Aktivieren von Lock ’n‘ Go, ist die Ansage einer zuvor gesetzten PIN zwingend notwendig. Gebe ich Alexa den Befehl „Alexa, öffne Nuki.“, fragt sie mich nach der PIN. Diese muss zwischen 4 bis 10 Zahlen haben. In unserem Fall gab es gar keine Probleme bei der Erkennung von PIN und Befehlen.

Ein paar Alexa Befehle:

  • „Alexa, öffne Nuki.“
  • „Alexa, sage Nuki, es soll die Tür zusperren.“
  • „Alexa, öffne die Tür mit Nuki.“ (PIN erforderlich)
  • „Alexa, sage Nuki, es soll die Tür aufsperren.“ (PIN erforderlich)
  • „Alexa, entsperre die Tür mit Nuki.“ (PIN erforderlich)
  • „Alexa, sage Nuki, es soll Lock ‘n’ Go ausführen.“ (PIN erforderlich)
  • „Alexa, frage Nuki nach dem Status.“
  • „Alexa, frage Nuki, wer die Tür gesperrt hat.“
  • „Alexa, frage Nuki nach dem Sperrprotokoll.“

Wird die Kommunikation verschlüsselt?

Die Kommunikation zwischen Smartphone und Nuki erfolgt mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Daten werden mit NaCl verschlüsselt, wobei 32-Byte-Schlüssel und 24-Byte-Nonces verwendet werden. Alle Wege werden verschlüsselt. Das heißt also auch, die Bridge kommuniziert verschlüsselt mit dem Smart Lock. Nuki hat für seine Kunden eine ganze Seite eingerichtet, auf der das Verfahren sehr deutlich und durchschaubar erklärt wird. Das finde ich eine wirklich gute Sache. Auf der Webseite von Nuki wird das Verfahren sehr deutlich erläutert.

Meine Erfahrung mit Nuki

Ich bin begeistert von der Zuverlässigkeit. Ich muss gestehen, anfangs war ich wirklich extrem skeptisch was die Sicherheit und die Zuverlässigkeit angeht. Jedes Mal, wenn ich nach Hause kam, hatte ich Herzklopfen und dachte mir „oh bitte funktioniere“. Mit dem Alltag kam auch das Vertrauen. Das musste ich ganz deutlich lernen. Die Lautstärke ist zwar beim Schließen und Öffnen etwas ungewohnt, aber da Nuki mit einem Motor agiert, vollkommen verständlich. Dafür finde ich es sogar ziemlich leise. Es klingt etwas wie ein Mini-Akkuschrauber.

Wer also schon ein paar Mal darüber nachgedacht hat, sich aber nicht getraut hat, dem kann ich mit ruhigem Gewissen sagen: ICH LIEBE NUKI. Wie oft kommt man mit Einkaufstaschen und dem quengeligen Kind nach Hause? Die Hände sind voll, die Tür ist zu und der Schlüssel? Ja, gute Frage. Kind absetzen, Schlüssel suchen, Kind meckert lauter. Ich denke diese Szene kennen alle Eltern sehr gut. Ich möchte Nuki nicht mehr missen und weiß mittlerweile, dass ich mich in Sachen Sicherheit auf Nuki verlassen kann. Im Alltag bietet Nuki ausschließlich Vorteile. Die Bedienung aus der Ferne funktionierte immer tadellos. Ich konnte meine Cousine (die unerwartet früher kam) hineinlassen, obwohl ich gerade im Kindergarten war. Sehr schön finde ich auch, dass Nuki ebenfalls für Türen mit Schnapper geeignet ist. Das heißt, wenn ich Nuki von außen öffne wird der Schnapper aufgedrückt. Öffne ich von innen, muss er natürlich nicht aufgedrückt werden.

Das Nuki Combo Set erhaltet ihr im Shop von Nuki oder aber auch bei Amazon für 299 €. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, das Smart Lock für 229 € und die Bridge für 99 € einzeln zu kaufen.

 

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